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#WahlplakatefromHell – Drei Fragen an den Hamburger Wahlbeobachter

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Der Hamburger Wahlbeobachter, im bürgerlichen Leben als Martin Fuchs unterwegs, beobachtet seit 2011 das Wahlkampfgeschehen in Deutschlan. Mit seiner regelmäßigen BlogserieWahlplakate from Hell“ – hat er einen Kult etabliert. Daher überlegen was man auf sein Wahlplakat schreibt und malen lässt.

Auch bei dieser Bundestagswahl, gibt es wieder viele lustige und höllische Wahlplakate – Was sind die schlimmsten Fehler die man machen kann?

Ich weiß gar nicht, ob es da Standards gibt was man falsch machen kann? Aber wenn niemand erkennt was auf dem Plakat steht, wenn Wörter falsch geschrieben sind oder wenn peinliche Wortspiele ausgereizt werden, dann wird es meist brenzlig. Meine Blogserie hat sich aber mit den Jahren eher zu einer Hommage an die Kreativität entwickelt. Denn was die von mir präsentierten Plakate schaffen, ist: Aufmerksamkeit erzeugen, sowohl analog als auch online. Und damit machen sie alles richtig.

Fällt also ein gutes Wahlplakat dadurch auf, dass es nicht auffällt?

Die Frage ist immer was man mit einem Plakat erreichen will. Oft hört man aus den Parteien, das es mit Plakaten lediglich darum geht die Wähler an die Wahl zu erinnern. Wenn dass das Ziel ist, erklärt es die oft sehr unkreative Herangehensweise und die seit Jahren immer selben langweiligen Motive. Ein gutes Plakat muss für mich aber auffallen, emotional ansprechen & zum Diskurs anregen bzw. die eigenen Wähler mobilisieren.

Bleiben Plakate in der Zeit von social media relevant?

Definitiv! Allein schon um guten Content für Social Media zu haben, braucht es kreative Plakate 😉 Spaß beiseite. Ich glaube wir werden auch in 30 Jahren noch Bäume abholzen, um Plakate in deutsche Innenstädte zu hängen. Schon allein, weil sich fast keiner dieser Werbeform entziehen kann & man weiß, das jeder Wähler sieben Mal ein Motiv (oder einen Namen) gesehen haben muss, damit es sich im Hinterkopf verankert. Und da ist jeder Kanal wichtig! Dazu kommt, das nicht eine Partei aufhören könnte Plakate zu kleben, weil sie dann so gut wie nicht mehr wahrgenommen wird, das sogenannte Plakatierungsdilemma.

Und ein ganz ausführliches Interview mit ihm gibt es auf Politik Orange.

Mehr zu Martin Fuchs:

Auf seiner Homepage: http://hamburger-wahlbeobachter.de

Auf Facebook: https://www.facebook.com/HamburgerWahlbeobachter

Auf twitter: http://twitter.com/wahl_beobachter

 

 

 

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